
Montieri liegt von Kastanienwald umgeben an einem Hang selbigen Namens, dessen Bezeichnung sich von “Mons aeris” (Bronzehügel) ableiten lässt und sich auf die reichen Vorkommen an Mineralien der Gegend beruft. Der antike Ortsname „Bolunnio” wird einer anderen Ortschaft in der Nähe zugeschrieben. Die vielen unterirdischen Gänge für Schürf- und Ausgrabungsarbeiten aus der Antike könnten beweisen, dass Montieri vor den Römern bereits von Etruskern bewohnt wurde. Ganz besonders faszinierend ist der Ort “Buca delle Fate”. Aus der Zeit des Mittelalters sind dem Ort zahlreiche Bauten erhalten geblieben. Von der Stadtmauer des Kastells existieren sogar noch die drei Türme. Bei einem Spaziergang durch die verwinkelten Gassen fallen die typisch mittelalterlichen, verschachtelten Wohngebäude und Wohntürme aus dem 13. Jh. auf. An der höchsten Stelle des Dorfes steht das Kastell, in dem sich einst auch das Gefängnis befand. Heute stellt Montieri einen Ort der Sommerfrische dar, die man hier inmitten von Kastanien,- Eichen- und Buchenwäldern in aller Ruhe verbringen kann. Die zwei Naturparks von “Campo Pera” und “Piano” sind im Sommer beliebte Ziele für Freunde des Wandertourismus. Der Ort war mit seiner Umgebung immer schon mit der Bergbautätigkeit verbunden und nebenbei auch für seine Silbervorkommen bekannt. Von den umliegenden Weilern, konnte sich Boccheggiano seine Aktivitäten im Bereich des Bergbaus am allerlängsten erhalten. Imposant sind hier die riesigen Anhäufungen von rostroter Schlacke. Zwei weitere Dörfer sind Travale und Gerfalco, deren mittelalterliche Urbanistik noch bis heute intakt geblieben ist. Eine der wichtigsten Traditionen ist das Fest, das alle drei Jahre zu Ehren der Madonna dei Castagni stattfindet. Das Fest der Contraden wird hingegen jedes Jahr im August gefeiert.