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Pitigliano Ferien in
foto: Cesare Moroni

PITIGLIANO

Der erste Anblick Pitiglianos ist überwältigend; der Ort thront auf einem gewaltigen Plateau aus Tuffstein und erscheint einem wie ein märchenhaftes Szenario. Die traumhafte Kulisse wird von grünen Tälern umgeben, durch die sich die zwei Flüsse Lente und Meleta schlängeln. Die Stadt besteht aus einer Unzahl von ineinander verschachtelten, in die steilen Tuffsteinwände hineingebauten Häuser und Höhlen, die das pittoreske Erscheinungsbild einer typisch mittelalterlichen Urbanistik unterstreichen. Die sich auf dem Tuffsteinblock erhebenden Behausungen schließen senkrecht mit den schroff abfallenden Felsvorsprüngen ab und machen das Vorhandensein der Stadtmauer fast überflüssig. An militärischen Anlagen des Mittelalters, wie der Festung der Orsini aus dem 14. Jh. mangelt es in Pitigliano nicht. Stolz bewahrt sich Pitigliano die Erinnerung an seine lange Geschichte, in der sich im Laufe der Jahrhunderte die unterschiedlichsten Epochen aneinander reihen. Angefangen bei Funden aus der Vor- und Frühgeschichte, folgten Grabentdeckungen entlang der Stadtmauer, die Aufschluss über das Vorhandensein der Etrusker geben. Der Einfluss der Römer kommt deutlich im Ortsnamen Pitiglianos zum Ausdruck, der sich auf die römische Bezeichnung Gens Petilia zurückführen lässt. Der die Maremma für fast 500 Jahre dominierende Adel der Aldobrandeschi hat in der Zeit des Mittelalters auch hier ganz deutlich seine Spuren hinterlassen. Die Präsenz eines weiteren mächtigen Familiengeschlechts der Orsini fällt in die Zeit der Renaissance. Siena unterliegt der Ort nur für kurze Dauer, da sich der Einfluss der Medici durchsetzen konnte, dem dann die Lothringer folgten. Wie überall in der Maremma schritt unter ihrem Einfluss auch in Pitigliano die Stadtentwicklung voran, und es begann eine Phase von diversen Erneuerungen. Der Zauber, der von Pitigliano ausgeht, lässt sich am besten bei einem Spaziergang durch die engen Gassen entlang der mittelalterlichen Häuser verspüren, aus der die ganze Stadt zu bestehen scheint. Besonders faszinierend ist der Stadtteil des ehemaligen jüdischen Viertels, in dem sich im 15. Jh. eine zahlreiche jüdische Gemeinde angesiedelt hatte und das als „Klein Jerusalem“ in die Geschichte eingegangen ist. Die Synagoge ist nach umfangreichen Sanierungsarbeiten heute wieder zu besichtigen und steht erneut auch der Religionsausübung zur Verfügung. Interessant sind auch der jüdische Friedhof, der Ofen, in dem einst das ungesäuerte Brot Azime gebacken wurde, die in den Tuffstein gehauene Cantina, wo lange Zeit der „Kasher“-Wein gekeltert und gelagert wurde, die koschere Metzgerei, die Bäder und die alte Färberei des Ghettos. Das kulturelle Erbe Pitiglianos wird auch durch seine weit zurückreichende Tradition des Weinanbaus überliefert. Auf den fruchtbaren Tuffsteinböden mit Jahrtausend alter Erde vulkanischen Ursprungs gedeihen Trauben, aus denen mit dem “Bianco di Pitigliano” eines der besten D.O.C. - Weißweine Italiens produziert werden. Charakteristisch sind die in Stein gehauenen Grotten, Höhlen aber auch die etruskischen Gräber unterhalb der Stadt, die nach wie vor als Aufbewahrungsorte.

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Bauernhof TENUTA LA ROCCACCIA

Loc. Roccaccia - Poggio Cavalluccio
58017 - Pitigliano (Grosseto)

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